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  • | Interview

    Blaulicht-Projekt Kreis Plön: Neele Schwiderski und Nele Schütt begeistern Kinder für das Ehren-Amt

    Das Ehren-Amt und ein Preis Was ist ein Ehren-Amt? Ein Ehren-Amt kann bei der Feuer-Wehr sein oder beim Rettungs-Dienst. Auch beim Katastrophen-Schutz. Das Bundes-Ministerium des Innern und für Heimat (BMI) will, dass sich mehr Menschen für ein Ehren-Amt einsetzen. Das BMI hat einen Preis ausgeschrieben. Der Preis heißt: Förder-Preis „Helfende Hand“. Blaulicht-Projekt Kreis Plön Das Blaulicht-Projekt Kreis Plön hat den Preis gewonnen. Das Blaulicht-Projekt erklärt Kindern und Jugendlichen, was ein Ehren-Amt ist. Es erklärt das Ehren-Amt im Spiel. Alle waren begeistert. Das Projekt bringt Menschen wichtige Werte bei. Das Projekt sorgt dafür, dass Menschen für andere Menschen Verantwortung übernehmen. Neele Schwiderski und Nele Schütt berichten: ·         Wie ist das Projekt entstanden? ·         Welche Herausforderungen gibt es? ·         Und welche Ziele setzen sie für die Zukunft? Liebe Frau Schütt, liebe Frau Schwiderski, was ist Ihre Rolle im Blaulichtprojekt? Wir sind das doppelte Ne(e)le-Team. Oft hören wir von den Kindern bei der ersten Begegnung: „Häh, ihr heißt beide Nele?“ Und schon ist die Stimmung gelockert. Wir sind ein Team aus zwei Erzieherinnen: Neele Schwiderski und Nele Schütt. Neele Schwiderski ist seit dem Jahr 2022 dabei. Als das Projekt begann. Nele Schütt kam im Oktober 2023 dazu. Wir sind beide haupt-amtlich angestellt. Wir sind gemeinsam die Haupt-Akteure von dem Blaulicht-Projekt. Unsere Aufgaben sind: ·         Termin vereinbaren ·         Termine vorbereiten ·         Termine durchführen ·         Termine nachbereiten. Wir sind Ansprech-Partner. Und wir sind die Schnitt-Stelle zwischen den Einrichtungen und den Hilfe-Leistungs-Organisationen. Und wir entwickeln das Projekt weiter. Sie machen sich für Kinder und Jugendliche stark. Was bedeutet das für Sie? Wir wollen Kinder für das Ehren-Amt begeistern. Wir wollen ihre Fähigkeiten steigern. Wir möchten ihnen die Möglichkeiten außerhalb von den Medien zeigen. Wir möchten sie für wert-volle soziale und persönliche Erfahrungen begeistern. Wir wollen unser Wissen an die nächste Generation weitergeben. Denn wir sind beide selbst ehren-amtlich tätig. Wie kam Euch die Idee zu dem Blaulicht-Projekt? Im Kindergarten in Bokhorst hat es gebrannt. Kirsten Voß-Rahe dachte, man sollte Kindern zeigen, wie wichtig es ist, Hilfe zu leisten. Das Projekt wurde größer. Und alle Hilfe-Leistungs-Organisationen aus dem Kreis Plön haben mitgemacht. Was wollen Sie im Ehrenamt verbessern? Es gibt zu wenig Nachwuchs. Das ist ein großes Problem. Das Ehren-Amt hat einen Wert. Und es ist wichtig, die jungen Menschen in der Gesellschaft früh zu erreichen. Wir hoffen, dass Menschen Respekt vor den Helfern haben. Und wir hoffen, dass dadurch in der Zukunft die Gewalt gegen die Helfer aufhört. Was ist das Besondere am Blaulicht-Projekt? In dem Projekt sind verschiedene Organisationen. Dadurch gibt es diese Vorteile: ·         Die Beteiligten arbeiten mehr zusammen. ·         Die Beteiligten tauschen sich mehr aus. ·         Die Reichweite von dem Projekt vergrößert sich. ·         Und die Wirkung vergrößert sich auch. Wir sind pädagogisch ausgebildet. Deshalb können wir besser berücksichtigen, was die Kinder brauchen. Und wie weit sie sich schon entwickelt haben. Wir wissen deshalb, wie wir unsere Inhalte den Kindern beibringen müssen. Wir passen unser Konzept an das Alter von den Kindern an. Und wir verbessern das Konzept ständig. Das ist unser großes Ziel: Wir schulen die Kinder zu Erwachsenen, die handeln können. Und die Verantwortung übernehmen. Und etwas Gutes zur Gesellschaft beitragen. Wie arbeiten Sie zusammen mit den Organisationen THW, Johanniter, ASB, Freiwillige Feuerwehr, DRK und DLRG? Die Blaulicht-Organisationen unterstützen uns aktiv. Zum Beispiel, wenn wir Termine durchführen. Sie begleiten uns mit Einsatz-Fahrzeugen und zeigen sie den Kindern. Das sorgt immer für große Begeisterung. Sie stellen auch Materialien bereit. Und die Organisationen teilen ihr Fach-Wissen mit uns. Der Einblick für die Kinder und Jugendlichen wird auf diese Weise ganz lebens-echt. Deshalb ist das Projekt so erfolgreich. Wie stimmen sich die Beteiligten miteinander ab? Gibt es feste Strukturen oder regelmäßige Treffen? Die Beteiligten treffen sich regelmäßig. Der Austausch ist direkt. Sie planen gemeinsame Aktivitäten. Wir vereinbaren Termine meistens telefonisch oder per Mail. Jede Organisation hat feste Ansprech-Personen bestimmt. Wir sprechen mit den Personen die Termine ab. Und wir stellen sicher, dass alle Beteiligten gut informiert und eingebunden sind. Was waren bis jetzt die größten Erfolge von dem Projekt? Das Projekt hat den ersten Platz bei der Auszeichnung Helfende Hand gewonnen. Das bestätigt uns in unserer Arbeit und motiviert uns zum Weitermachen. Noch ein Highlight ist, dass das Projekt nach zwei Jahren „Probezeit“ fortgesetzt wird. Wir sind auf dem richtigen Weg. Die guten Reaktionen und die Erfolge der ersten beiden Jahre zeigen uns das. Gab es Heraus-Forderungen? Und wie haben Sie diese gemeistert? Zuerst mussten wir das Projekt bekannt machen. In der breiten Öffentlichkeit und bei den bestimmten Ziel-Gruppen. Wir mussten möglichst viele Bildungs-Einrichtungen erreichen. Und wir mussten die Einrichtungen für das Projekt begeistern. Wir haben mit Schulen und Kindergärten angesprochen. Damit wir unser Projekt vorstellen können. Und damit wir sie Lust bekommen auf die Zusammen-Arbeit mit uns. Dann haben wir einen Flyer entwickelt. Und wir haben ihn an alle Bildungs-Einrichtungen im Kreis geschickt. Wir haben wir auch Mund-zu-Mund-Propaganda gemacht. Unser Projekt hat sich schnell herumgesprochen. Das lag an den positiven Reaktionen und an dem Engagement der Teilnehmer. Wie möchten Sie das Projekt in der Zukunft weiter ausbauen? Wir planen mehrere konkrete Schritte. Wir wollen mehr Schulen ins Boot holen. Und wir wollen sie aktiv in unser Projekt einbinden. Dadurch können wir eine größere Anzahl von Kindern und Jugendlichen erreichen. Und wir können ihnen näherbringen, was das Ehren-Amt bedeutet. Wir wollen auch unser Konzept stetig überarbeiten und weiterentwickeln. Damit wir die Kinder bestmöglich erreichen. Wir wollen unser Projekt stets auf die Kinder ausrichten. Auf das, was sie brauchen. Und auf das, wofür sie sich interessieren. Darum holen wir regelmäßig Feedback ein und passen die Methoden an. Welche Unterstützung wünschen Sie sich dabei? Wir wünschen uns für die Zukunft vor allem die Unterstützung von den Schulen. Wir wünschen uns auch eine enge Zusammen-Arbeit mit den Bildungs-Einrichtungen. Uns ist auch die weitere gute Zusammen-Arbeit mit den Hilfs-Organisationen sehr wichtig. Diese beiden Säulen sind unverzichtbar, damit wir unser Projekt weiterhin erfolgreich umsetzen können: ·         die Unterstützung von den Schulen ·         und die enge Zusammen-Arbeit mit den Hilfs-Organisationen. Was möchten Sie Kindern, Eltern und potenziellen Unterstützern noch mit auf den Weg geben? Nicht wegschauen! Es ist wichtig, dass wir alle helfen. Egal wie. Jeder Beitrag zählt. Jeder Beitrag kann einen positiven Unterschied in unserer Gemeinschaft machen. Wir möchten zeigen, wie wichtig und sinnvoll ehren-amtliche Arbeit ist. Gemeinsam können wir viel erreichen und eine bessere Zukunft für uns alle schaffen Engagiert euch, denn euer Einsatz ist wertvoll und wird gebraucht. Das Blaulicht-Projekt Kreis Plön beweist, dass frühe Einblicke ins Ehren-Amt nicht nur Wissen vermitteln. Sondern frühe Einblicke fördern auch lang-fristiges Engagement von Menschen. Das Projekt begeistert Menschen nachhaltig. Denn die Erfahrungen sind lebens-echt. Und die Zusammenarbeit mit Hilfs-Organisationen ist eng. Das Projekt leistet dadurch einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft.
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  • | Interview

    Vier Fragen an Ralph Tiesler, Präsident des BBK

    Menschen helfen freiwillig. So helfen sie auch der Gesellschaft. Sie lehren in Sportvereinen. Sie arbeiten mit Geflüchteten. Sie helfen Obdachlosen. Sie kümmern sich um unsere Sicherheit. Sie löschen Feuer. Sie sorgen für Verletzte. Wir reden heute mit Ralph Tiesler dem Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungs-Schutz und Katastrophen-Hilfe über das Ehrenamt. Wie wichtig sind die freiwilligen Helferinnen und Helfer im Bevölkerungs-Schutz in Deutschland? Unfälle und Katastrophen können jederzeit vorkommen. Sie betreffen jeden Menschen. In Deutschland sind viele Freiwillige bei solchen Einsätzen dabei. Über 90 % der Einsätze führen Freiwilligen durch. Sie sorgen für die Sicherheit. Das gilt auch für den Zivilschutz. Und in welchen Bereichen helfen Freiwillige? Sie kommen bei Unfällen im Verkehr. Sie verstärken Deiche. Sie retten Menschen aus Häusern. Sie sichern Gebäude bei Hochwasser. Sie sorgen für Strom in Krankenhäusern. Sie bauen Brücken. Es gibt auch viele Freiwillige als Schwimm-Lehrer oder Erste-Hilfe-Ausbilder. Und wie kann man im Bevölkerungs-Schutz freiwillig helfen? Auf unserer Webseite stellen sich alle Vereine vor. Man sieht die Aufgaben. Im Sommer gab es eine Deutschland-Karte. Interessierte können die Standorte zum Helfen sehen. Man ruft einfach an oder schreibt eine E-Mail. Dann kann man mitmachen. Warum ist es wichtig, dass viele Menschen freiwillig helfen? Der Klimawandel und die veränderte Sicherheits-Lage sind wichtige Gründe. Der Staat kann nicht alleine für die Sicherheit sorgen. Das Hilfeleistungs-System packt nur bei der Zusammenarbeit von Staat und Gesellschaft. Helfen ist wichtig. Das lernt man in den Vereinen. Freiwillige gestalten unsere Gesellschaft. Ihr Einsatz hält uns zusammen.
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  • | Bericht

    16 Preise bei der 16. Helfenden Hand

    Nancy Faeser ist die Ministerin für das Innen-Ministerium. Sie sagte: Langsam wird die Helfende Hand volljährig. Es war die 16. Veranstaltung. Der Preis wird seit 2009 vergeben. Er soll Menschen ehren, die sich freiwillig für den Schutz der Bevölkerung einsetzen. Die Preis-Verleihung ist mehr als nur eine Veranstaltung. Menschen treffen sich zum vernetzen. Sie reden über ihre Ideen und Projekte. Diese Gespräche fanden im Innen-Ministerium statt. Der Saal war gut gefüllt. Etwa 120 Menschen waren anwesend. Musik kam von einer Gruppe aus Berlin. Sie spielten Lieder aus verschiedenen Musik-Richtungen. Dieser Musik-Mix spiegelte die Vielfalt der freiwilligen Arbeit im Bevölkerungs-Schutz. Die Moderatorin Susanne Schöne sprach über die vielen Teilnehmer dieses Jahr. Mehr als im letzten Jahr. Es gab 640 Bewerbungen. Das machte es der Jury schwer die besten Projekte auszuwählen. Die Nominierten haben sich schon gegen viele durchgesetzt. Deshalb konnten sich alle schon als Gewinner fühlen. Nancy Faeser erinnerte an die Bedeutung des Bevölkerungs-Schutzes in Deutschland. In Deutschland gab es viele starke Regenfälle und Erdrutsche. Das sind Folgen vom Klimawandel. Der Krieg in Europa macht den Schutz noch wichtiger. Deutschland muss sich noch sicherer machen. Es wurden neue Systeme zur Warnung vor Gefahren eingeführt. Auch für die freiwilligen Helfer gibt es jetzt Verbesserungen. Zusammen-Arbeit ist wichtig Viele der Gewinner wurden durch die Zusammen-Arbeit mehrerer Organisationen möglich. Zum Beispiel ging der dritte Preis in der Kategorie Neue Ideen an das Projekt Notläuten. Bei dieser Initiative läuten 6 Kirchen bei einer Situation mit Gefahr die Glocken. So wird auch ohne Sirenen gewarnt. Diese Idee wird durch die Zusammen-Arbeit des Katastrophen-Schutz mit den Kirchen umgesetzt. In dem Gebiet um Plön haben sich 6 Organisationen zusammengetan. Sie haben Kindern und Jugendlichen die Arbeit in einer Feuerwehr oder Rettungsorganisation gezeigt. Die Kinder konnten praktische Übungen machen. Zum Beispiel wie einen Führerschein zum Pflaster nutzen. Viele junge Menschen haben daraufhin Spaß an einem Ehrenamt gezeigt. Deshalb bekam diese Idee den ersten Preis in der Kategorie Nachwuchs-Arbeit. Die Initiative FEEL FR.E.E. vom Landratsamt Würzburg gewann in der Kategorie Unterstützung des Ehrenamtes. Viele Organisationen haben bei diesem Projekt mitgemacht. Dabei hat es schon über 500 junge Menschen motiviert. Diese konnten in einem Schuljahr in den frewilligen Bevölkerungs-Schutz hineinschnuppern. Die Idee von der Reservisten-Kameradschaft Dormagen hat den dritten Preis in der Kategorie Unterstützung des Ehrenamtes gewonnen. Sie setzen sich für den Deichschutz ein. Den Preis haben sie in einem Bundeswehr-Feldanzug überreicht bekommen. Der Publikums-Preis ging ebenfalls an eine gemeinschaftliche Initiative. Viele Organisationen haben diese mitgetragen. Die Idee heißt Aktionstag Katastrophen-Schutz. Der Aktionstag fand an 40 Schulen statt. Er war ein großer Erfolg. Am Ende gab es noch Zeit für Gespräche. Die Menschen tauschten Ideen aus. Und planten neue Initiativen. Die Helfende Hand wurde so zu einer Quelle der Inspiration.
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  • | Interview

    Ehrenamt gegen Einsamkeit im Alter? Im Interview mit Frank Twardy

    Heute sprechen wir mit Frank Twardy. Er hilft seit 2017 ehrenamtlich bei den Maltesern. Er erzählt uns, wie er zu den Maltesern kam, was ihn motiviert und wie das Ehrenamt vor Einsamkeit schützen kann. Herr Twardy, wie sind Sie zu den Maltesern gekommen? Ich bin seit 24 Jahren bei den Maltesern, aber erst seit 2017 aktiv. Mein Vater war bei den Maltesern und nahm mich oft mit, wenn er im Einsatz war. So kam ich in Kontakt mit der Organisation. Anfangs war ich jedoch ein passives Mitglied. Seit wann sind sie denn dann ein aktives Mitglied? Seit dem Tod meiner Eltern. Danach wollte ich etwas für andere tun. Ich habe als Ehrenamtlicher im Besuchsdienst geholfen. Ich habe ältere, einsame Menschen im Heim besucht. Dann habe ich mit ihnen gesprochen und sie zum Beispiel zum Tegeler See begleitet. Manch ältere Menschen sind nämlich nicht mehr mobil genug. Die möchten oder können dann häufig nicht mehr alleine spazieren. Was machen Sie heute bei den Maltesern? Ich arbeite nun im Betreuungsdienst. Wir kümmern uns um Verletzte bei Einsätzen und versorgen die Einsatzkräfte wie Polizei oder Feuerwehr mit Essen und Getränken, wenn sie lange arbeiten. Was ist das Beste an der ehrenamtlichen Arbeit? Das Beste ist die Möglichkeit, helfen und neue Dinge zu lernen. Man hilft, wann man kann. Es gibt keine festen Verpflichtungen. Man bringt sich ein, wie es einem möglich ist. Im Ehrenamt bei den Maltesern kann man neue Fähigkeiten erlernen. Außerdem auch an Weiterbildungen teilnehmen. Ich wollte auch einer christlich-menschlichen Aufgabe nachgehen. Das kann ich hier. Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen jüngeren und älteren Kollegen? Bei den Maltesern arbeiten junge und ältere Menschen gut zusammen. Man kann viel voneinander lernen. Es ist wie in der Musikszene: Die erfahrenen Stars bringen die Neuen mit auf die Bühne. Die Zusammenarbeit ist spannend und vielfältig. Man hat die Chance auf neue Herausforderungen. Wie viele Menschen sind bei einem Einsatz dabei? Das kommt darauf an. In der Regel arbeitet man zu zweit. Bei großen Veranstaltungen jedoch, wie der Europameisterschaft, arbeiten alle Hilfsorganisationen zusammen. Da ist das Miteinander besonders wichtig. Wie alt sind die Menschen, mit denen Sie arbeiten? Es gibt ein breites Altersspektrum bei den Maltesern. Man kann schon mit 16 Jahren mitmachen. Als Schulsanitäter. Bei den Einsätzen arbeiten aber Menschen von 18 bis etwa 65 Jahren zusammen. Wer lernt mehr – die Jungen von den Alten oder umgekehrt? Es ist beidseitig. Auch die Jüngeren bringen neue Ideen und Technologien mit. Es ist ein Austausch von Wissen und Erfahrung. Gibt es spezielle Aufgaben für ältere Menschen? Sie können es sich aussuchen. Ältere Menschen übernehmen oft Aufgaben, die weniger körperlich anstrengend sind. Sie helfen zum Beispiel im Betreuungsdienst, bei der Nachbarschaftshilfe oder der Flüchtlingshilfe. Auch im Besuchsdienst können sie gut helfen. Wann ist man zu alt für das Ehrenamt? Es gibt keine feste Altersgrenze. Es hängt davon ab, wie man sich fühlt. Wenn man fit ist und gerne hilft, kann man auch im Alter noch aktiv sein. Was machen Sie beruflich? Ich arbeite als Bankkaufmann. Das ist eine ganz andere Arbeit als bei den Maltesern. Glauben Sie, dass das Ehrenamt gegen Einsamkeit hilft? Das ist hochinteressant, weil es bei Maltesern ja schon die Möglichkeiten gibt, mit 16/17 Jahren als Schulsanitäter dabei zu sein. Für bestimmte Tätigkeiten muss natürlich die Volljährigkeit gegeben sein. Und von da ist alles möglich: von 18 bis ca. 65 – das ist ein breites Spektrum. Kommen bei den Maltesern Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen zusammen? Ja, und das macht das Ehrenamt spannend. Es kommen Menschen mit unterschiedlichen Hobbys, Berufen und Erfahrungen zusammen. Das zeigt, dass jeder Mensch unterschiedlich ist, aber wir alle miteinander etwas bewirken können. Kommen bei den Maltesern Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen zusammen? Ja, und das macht das Ehrenamt spannend. Es kommen Menschen mit unterschiedlichen Hobbys, Berufen und Erfahrungen zusammen. Das zeigt, dass jeder Mensch unterschiedlich ist, aber wir alle miteinander etwas bewirken können. Gibt es Konflikte zwischen jüngeren und älteren Kollegen? Manchmal gibt es unterschiedliche Meinungen, aber auch das ist spannend. Man lernt voneinander und versteht die Sichtweisen der anderen. Wie kann man sich bei den Maltesern anmelden? Wie läuft das ab? Man kann sich auf der Webseite der Malteser informieren oder direkt in den Geschäftsstellen nachfragen. Es gibt viele verschiedene Bereiche, in denen man helfen kann – von der Flüchtlingshilfe bis zum Besuchsdienst. Man ist nicht festgelegt und kann auch zwischen den Bereichen wechseln.
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  • | Fachbeitrag, Uncategorized @ls

    Wie ein Ehrenamt das Gehirn trainieren kann

    Es ist belegt: Ein Ehrenamt hilft allen Menschen und kann das eigene Gehirn stärken. Das hat ein Team in der Forschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Digitalen Demenzregisters Bayern (digiDEM Bayern). Sie haben den Einfluss freiwilliger Arbeit auf die geistige Leistung untersucht. Die Forscher schauten sich 14 Studien aus der Zeit 2017 bis 2021 weltweit an. Unter anderem kamen die Studien aus Ländern wie Korea, Brasilien, China und den USA. In 9 der Studien wurde ein Zusammenhang bewiesen. zwischen Ehrenamt und Gehirn-Leistung. Zum Beispiel beim Denken und der Sprache. Es gibt aber auch unsichere Stimmen dazu: Forschende sind sich uneinig, darüber ob es wichtig ist, wie oft man freiwillig arbeitet. Zu viel Stress durch die Arbeit kann sich nämlich auch schlecht auswirken. Besonders wichtig sind die Studien zum Verhindern vom Risiko von Demenz. Die Ursache von Demenz kann viele Gründe haben. Aber man kann das Risiko verkleinern. Zum Beispiel durch weniger Rauchen oder mehr Bildung. Durch ein Ehrenamt hält man das Gehirn ständig am arbeiten. So wird das Gehirn geübt. Zum Beispiel muss man im Zivil- und Katastrophen-Schutz schnell Probleme erkennen und Lösungen finden. In 2 Studien kam sogar heraus: Bei Menschen mit einer geringeren Ausbildung hilft das Ehrenamt mehr als bei Menschen mit höherer Ausbildung. Ein Ehrenamt kann auch helfen andere Ursachen für Demenz zu verhindern. In vielen freiwilligen Gruppen fühlt man sich sozial unterstützt. Das kann verhindern, sich einsam zu fühlen. Außerdem gibt es immer etwas zu tun. Das verhindert, dass man sich körperlich zu sehr ausruht – ein weiterer Risikofaktor. Es ist nie zu spät sich für die eigene geistige Gesundheit einzusetzen. Auch in späteren Lebensjahren kann ein Ehrenamt gegen das Risiko von Demenz helfen. Das ist besonders wichtig für Frauen. Denn diese erkranken häufiger an Demenz. Kein Ehrenamt schützt vor Demenz. Aber es kann den Geist fit halten. Das zeigt auch die Studie. Der Einfluss auf das Demenzrisiko konnte nicht eindeutig bewiesen werden. Aber die guten Effekte auf die geistige Leistungs-Fähigkeit sind klar. Hier kann man die Studie nachlesen: https://www.fau.de/2023/07/news/wissenschaft/ehrenamt-staerkt-die-eigene-geistige-leistungsfaehigkeit/ Die Studie selbst ist im Journal of Multidisciplinary Healthcare erschienen. Anne Keefer, Kathrin Steichele, Elmar Graessel, Hans-Ulrich Prokosch, Peter L Kolominsky-Rabas: Does Voluntary Work Contribute to Cognitive Performance? – An International Systematic Review
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  • | Interview

    Vier Fragen an Ralph Tiesler, Präsident des BBK

    In Deutschland gibt es viele freiwillige Helferinnen und Helfer im Katastrophen-Schutz. Sie haben eine besondere Ausbildung, um den Menschen in Not zu helfen. Neben dem Katastrophen-Schutz wird auch der Zivilschutz immer wichtiger. Aber was bedeutet Zivilschutz genau? Und warum sind hier freiwillige Helfer wichtig? Das erklärt Ralph Tiesler, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungs-Schutz und Katastrophen-Hilfe. Welche Aufgaben hat der Zivil-Schutz in Deutschland? Zivil-Schutz bedeutet, Menschen vor Gefahren zu schützen. Aber nicht wie beim Militär. Sondern ohne Waffen. Zum Beispiel gehört dazu, die Menschen vor Gefahren zu warnen. Oder sie in Sicherheit zu bringen. Und ihnen bei Verletzungen zu helfen. Auch der Schutz von Wasser und Strom-Versorgung ist wichtig. Wie haben sich die Aufgaben im Zivil-Schutz verändert? Früher lag der Fokus mehr auf dem Schutz vor Katastrophen. Das ist die Aufgabe der Bundesländer. Aber wir als übergeordnete Behörde von Deutschland unterstützen das. Seit dem Angriff von Russland auf die Ukraine hat sich die Bedrohung aber geändert. Deshalb müssen wir uns jetzt auf einen möglichen Angriff auf Deutschland vorbereiten. Weil wir die Demokratie und Freiheit in unserem Land schützen müssen. Welche Rolle spielt das Ehrenamt im Zivil-Schutz? Mehr als 90% der Hilfe im Zivilschutz kommt von Freiwilligen. Diese Helferinnen und Helfer sind auch im Ernstfall wichtig. Sie helfen dabei, Menschen zu schützen. Sie löschen Brände, helfen Verletzten oder leisten technische Hilfe. Die Rolle der Freiwilligen im Schutz der Bevölkerung ist sehr wichtig. Welche Aufgaben können die Leute im Zivil-Schutz übernehmen? Zuerst sollte jeder wissen, wie er oder sie sich und anderen im Notfall helfen kann. Außerdem kann man sich bei Hilfs-Organisationen oder Feuerwehr ausbilden lassen. Die Aufgaben im Zivil-Schutz sind vielfältig. Es muss nicht immer körperlich anstrengend oder gefährlich sein.
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