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Zentraler Wasser-Rettungs-Dienst Küste Magazin

Ehren-Amtliche retten Leben

Viele Menschen genießen den Sommer an der Küste. Aber manche Menschen arbeiten dann.
Zum Beispiel an der Nordsee und an der Ostsee.

Tausende Ehren-Amtliche sorgen für Sicherheit am Strand und im Wasser. Das tun sie jedes Jahr.
Sie arbeiten für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Im Zentralen Wasser-Rettungs-Dienst Küste (ZWRD-K) sind Menschen aus ganz Deutschland im Einsatz. Sie übernehmen Verantwortung in einem anspruchsvollen Einsatz-Feld.

Und sie sammeln praktische Erfahrungen. Manchmal retten sie im Ernst-Fall auch Leben.

Die Boots-Besatzung übt eine Rettung für den Ernst-Fall auf dem Wasser.

Die Boots-Besatzung übt eine Rettung für den Ernst-Fall auf dem Wasser. | © DLRG

 

Sicherheit mit System und Wirkung

Der Zentrale Wasser-Rettungs-Dienst Küste (ZWRDK) ist innerhalb der DLRG zentral organisiert.

Der Wasser-Rettungs-Dienst arbeitet normalerweise mit Menschen vor Ort.
Aber der ZWRD-K bündelt die Einsatz-Kräfte aus ganz Deutschland.

Das funktioniert über das Bundes-Zentrum von der DLRG in Bad Nenndorf.

Auch Rettungs-Schwimmer und Rettungs-Schwimmerinnen aus dem Ausland können helfen. Aber sie brauchen die nötigen Fähigkeiten.

Etwa 6500 ehren-amtliche Helfer und Helferinnen sind jedes Jahr mit dabei. Und es gibt etwa 7500 Einsätze auf Wach-Stationen an der Küste.

Das Einsatz-Fahrzeug steht für den nächsten Einsatz des ZWRD-K bereit. In der Nähe sind die Dünen und die Wasser-Rettungs-Station.

Das Einsatz-Fahrzeug steht für den nächsten Einsatz des ZWRD-K bereit.
Es steht im Gelände.
In der Nähe sind die Dünen und die Wasser-Rettungs-Station. | © DLRG

 

Mehr als 80 Menschen gerettet

Viele Menschen waren in lebensbedrohlichen Situationen. Im Sommer 2025 gab es mehr als 200 Rettungs-Einsätze. Die Ehren-Amtlichen haben mehr als 80 Menschen gerettet.

Manchmal müssen die Helfer und Helferinnen auch Erste Hilfe machen. Das geschah mehr als elf-tausend mal.

Manchmal verlieren sich Kinder und ihre Eltern am Strand aus den Augen. Dann müssen die Ehren-Amtlichen sie wieder zusammenbringen.

Die Ehren-Amtlichen sind mehr als etwa eine halbe Million Stunden im Jahr im Einsatz. Auf diese Zahl kommt man, wenn man die Arbeit von allen zusammenzählt.

So können Bade-Gäste, Wasser-Sportler und Wasser-Sportlerinnen sicher am Meer sein.

Baden an Nordsee und Ostsee ist sicher. Denn die Strände sind bewacht.

Die Strände sind die sichersten Bade-Gebiete in Deutschland.

Die Wach-gänger und Wach-gängerinnen blicken immer auf das Wasser. Sie behalten den Strand und die Bade-Gäste im Auge.

Die Wach-gänger und Wach-gängerinnen blicken immer auf das Wasser.
Sie behalten den Strand und die Bade-Gäste im Auge. | © DLRG

 

Sicher im Meer baden

Aber Baden an einem See ist nicht so sicher.
Denn ein See ist oft nicht bewacht.

Wenige Menschen sterben beim Baden im Meer.
Viele Menschen sterben beim Baden in einem See.

Wenn Menschen zum ZWRD-K kommen, dann arbeiten sie zusammen.
Durch die Zusammen-Arbeit lernen sich die Menschen kennen. Der ZWRD-K bringt Menschen zusammen.

Der Dienst zieht vor allem junge Menschen an. Hier können sie anwenden, was sie gelernt haben. Und sie können sich verbessern.

Viele junge Menschen kommen zum ZWDR-K,
weil sie die Ausbildung im Wasser-Rettungs-Dienst machen wollen.

Wach-Führer Tobias (25) beschreibt seine Motivation:
Ich wollte einen sinn-vollen Beitrag leisten und Menschen Sicherheit im Wasser und am Strand geben.

Gegen Wind und Wellen im Einsatz: Gut ausgerüstet geht es hinaus in die Brandung.

Die Rettungs-Schwimmer bewegen sich gegen Wind und Wellen. Sie sind dazu gut ausgerüstet. | © DLRG

 

Erst beobachten, dann plötzlich ein Einsatz

Der Einsatz sieht oft leicht aus. Aber in Wirklichkeit ist er schwer.

Man muss immer aufpassen.
Und man muss immer bereit sein und handeln können. Dann muss klar sein:
Wer tut was?

So beginnt der Tag:
Alle Einsatz-Kräfte besprechen die Lage.

Wach-Führer Elias (20) erklärt:
Hier besprechen wir Dinge wie die Witterung.
Und besondere Gefahren oder Ereignisse, die uns den Tag über erwarten.

Danach verteilen sich alle auf die Wach-Türme.
Auf dem Wach-Turm behalten sie den Strand und das Wasser im Blick.

Die Arbeit beginnt:

  • beobachten
  • einschätzen
  • aufmerksam sein

Rettungs-Schwimmerin Nadia (17) beschreibt die Situation:

Eine Schicht kann unberechenbar sein.
Aus einer unauffälligen Situation kann jederzeit ein Notfall werden.

Die Aufgaben können sehr verschieden sein:

  • Menschen aus dem Wasser retten
  • medizinische Notfälle
  • Menschen am Strand und im Wasser suchenManche Aufgaben sind ungewöhnlich und haben mit Wasser gar nichts zu tun: Wenn zum Beispiel jemand einen gefährlichen Gegenstand am Strand entdeckt. Oder wenn ein medizinischer Notfall an Land auftritt.

Die Bade-Gäste können die Einsatz-Kräfte auch immer ansprechen. Auch dafür sind die Einsatz-Kräfte da.

Dann geben sie Hinweise zur Sicherheit.
So passieren weniger Unfälle.

 

Üben und trainieren gehört auch dazu

Wenn die Arbeit auf dem Wach-Turm vorbei ist,
dann müssen die Ehren-Amtlichen üben und trainieren. Zum Beispiel mit Rettungsgeräten oder Booten.

Oder sie müssen das Funken üben.
Ein Funk-Gerät ist so was wie ein Telefon.

Die Einsatz-Kräfte müssen sich auch organisieren und vorbereiten. Zum Beispiel müssen sie das Material gut pflegen.

Das Material kann zum Beispiel ein Funk-Gerät sein.

Entscheidend ist in all diesen Situationen das Zusammen-Spiel im Team.

Boots-Führerin Stine (25) betont:

Team-Work steht im ZWRD-K an erster Stelle.

Denn wenn eine Lage schwierig ist,
dann wird die klare Kommunikation wichtig. Und die Abläufe müssen eingespielt sein.

Der Wasser-Rettungs-Dienst ist damit immer Team-Arbeit. Die Arbeit ist strukturiert und abgestimmt.
Und der Dienst funktioniert nur, weil sich alle vertrauen.

Sommer, Sonne, Wasserrettung: Zwei Rettungsschwimmerinnen starten in ihren Dienst an der Küste.

Es ist Sommer, und die Sonne scheint.
Zwei Rettungs-Schwimmerinnen starten in ihren Dienst an der Küste. | © DLRG

 

Der Weg in den ZWRD-K

Der ZWRD-K ist offen für neue Ehren-Amtliche.
Es gibt klare Regeln für den Einstieg.

Du brauchst:

  • das Deutsche Rettungs-Schwimm-Abzeichen Silber
  • eine Erste-Hilfe-Ausbildung

Und Du musst schon 16 Jahre alt sein.
Dann entwickeln wir Deine Fähigkeiten durch:

  • Lernen und Selber-Machen
  • Prüfungen
  • und weitere Schulungen

Grund-Ausbildung

Die Grund-Ausbildung umfasst mehrere Ausbildungs-Einheiten.
Zusammen sind das zwölf Stunden Lernen und Selber-Machen.
Wenn Du schon Dinge kennst, dann können es weniger Stunden werden.

Die Orts-Gruppen vom DLRG bieten regelmäßig Kurse an.
Es gibt etwa 2000 Orts-Gruppen.

Viele Ehren-Amtliche bereiten sich selber vor.

Tobias beschreibt seinen Einstieg so:

Ich habe mich vorab vor allem über Videos auf YouTube informiert.
Und über Inhalte auf Instagram.
Ich habe auch Erfahrungs-Berichte gelesen.
Damit ich ein Gefühl dafür bekomme,
was mich erwartet.

Boots-Führerin Anne (24) betont,

wie wichtig zusätzliche Fähigkeiten sind:

Ich kam frisch aus der Ausbildung zum Wasser-Retter und dem Rettungs-Schwimm-Abzeichen Silber.
Ich habe diese Kenntnisse dann direkt mitgenommen.

Die Küste ist ein schwieriger Ort:
Es gibt Strömungen und Wellen.
Das Wetter wechselt schnell.
Zusätzliche Vorbereitungen sind deshalb sinnvoll.

 

Plane Deinen Einsatz im Online-Portal

Ein zentrales Online-Portal organisiert den Einsatz.

Du bist interessiert?
Dann gib dort Deine Verfügbarkeit und Deinen Wunsch-Ort an.
Wann hast Du Zeit?

Wo möchtest Du zum Einsatz kommen?
Die Koordinierungs-Stelle plant Dich dann ein.

Teams arbeiten zusammen und organisieren die Einsätze:

· Sie stellen das Personal ein.
· Sie betreuen die Kunden und die Technik.
· Sie stimmen Infrastruktur und Material ab.

Auch wenn Du kein DLRG-Mitglied bist, kannst Du Dich engagieren.

Manche Menschen haben ihre Fähigkeiten woanders erworben.
Zum Beispiel in der Schule oder bei der Bundes-Wehr.
Auch diese Menschen können sich einbringen.

Der Weg beginnt für viele Menschen mit einem einfachen Impuls.

Nadja sagt:

Ich habe viel von Leuten gehört, die dort waren.
Und dann wollte ich es selbst ausprobieren.

So ein Einstieg sorgt dafür,
dass die Menschen immer wiederkommen.

Prägende Erfahrungen im ZWRD-K

Die Ehren-Amtlichen sammeln viele Erfahrungen.
Das ist die besondere Stärke beim ZWRD-K.
Der Dienst ist ein praktisches Erfahrungs-Feld.
Fachliche Fähigkeiten und persönliche Entwicklung sind eng miteinander verbunden.

Elias sagt:

Es erfüllt mich zu wissen,
dass es Menschen gibt,
die sich auf mich verlassen.

Diese Verantwortung prägt viele junge Ehren-Amtliche dauerhaft.

Sie lernen, wie man unter Druck Entscheidungen trifft.
Sie lernen, wie man Verantwortung trägt. Und sie lernen, wie man im Team handelt.

Sie sammeln auch besondere Erfahrungen:

wie man mit Stress umgeht
wie man komplexe Lagen einschätzt
wie man zusammen-arbeitet als wäre die Situation
echt. Manche Einsätze können seelisch belastend sein.
Wie geht man damit um?

Wenn Einsatz-Kräfte unerfahren sind,
können reale Not-Lagen herausfordernd sein.

Deshalb gibt es die Psycho-soziale Notfall-Versorgung (PSNV).
Die PSNV unterstützt dann.

 

Gemeinschaft im Einsatz

Viele schätzen auch die Gemeinschaft.
Die Ehren-Amtlichen sind meistens unter 26 Jahre alt.
Sie kommen für ein bis zwei Wochen an die Küste. Sie sind dann dort im Einsatz.
Aber sie erleben auch einen Alltag.
Und sie verbringen zusammen gemeinsame Freizeit.
Einsatz-Kräfte wachsen in dieser Zeit zusammen.
Etwa Dreiviertel der jungen Menschen kommen wieder.


Stine sagt:

Man lernt jede Menge tolle, tüchtige und neue Menschen kennen.
Man wächst mit denen schnell zu einem Team zusammen.

Das Kennen-Lernen geht auch nach Dienst-Ende weiter.
Dann kocht man gemeinsam oder treibt Sport.

Oder man redet einfach miteinander.

Eine Rolle spielt auch die Anerkennung von außen.


Anne berichtet:

Ich konnte diese Erfahrung machen:
Besucher oder Urlauber sprechen uns am Strand an.
Und sie bedanken sich für den Dienst,
den wir leisten.
Diese Erlebnisse tragen dazu bei,
dass viele immer wieder zurückkehren.

Herausforderungen und Chancen eines wachsenden Systems

Der Zentrale Wasser-Rettungs-Dienst Küste (ZWRD-K) hat gute Strukturen.
Und die Wasser-Rettung an den Küsten funktioniert sehr gut.
Trotzdem steht der ZWRD-K vor neuen Aufgaben.

Der Rettungs-Dienst braucht mehr Helfer und Helferinnen.
Besonders wenn keine Ferien sind.

Außerdem sind die Ehren-Amtlichen kürzer im Einsatz.
Früher waren die Ehren-Amtlichen etwa zwei Wochen im Dienst.
Aber heute sind es oft weniger als zehn Tage.
Deshalb braucht der Rettungs-Dienst mehr Einsatzkräfte.
Auch die Gesellschaft verändert sich.
Und die Arbeit bei der Wasser-Rettung ändert sich auch.

Es gibt immer mehr Nicht-Schwimmer und Nicht-Schwimmerinnen.
Die Menschen verbringen ihre Freizeit anders als früher.
Und die Menschen werden immer älter.

Rettungs-Schwimmer und Rettungs-Schwimmerinnen müssen Wind und Wellen im Blick behalten.

Aber sie müssen auch einschätzen, wie sich die Bade-Gäste verhalten.
Und sie müssen gesundheitliches Risiko einschätzen können.

Besonders an stark besuchten Stränden.
Das wird immer wichtiger.


Flexible Einsatz-Kräfte

Darin liegt eine Chance.
Der ZWRD-K kann das Ehren-Amt flexibel organisieren.
Er passt das Ehren-Amt an die Bedürfnisse der jungen Menschen an.

Dann passt das Ehren-Amt in das Leben von den neuen Wasser-Rettern und Wasser-Retterinnen. So sind 3 Dinge zusammen möglich:

  • Man kann sich einsetzen in der Zeit, die man hat.
  • Man kann praktische Erfahrungen sammeln.
  • Man kann Teil einer starken Gemeinschaft werden.
    Anne sagt:

Der ZWRD-K ist eine großartige Erfahrung.
Man sollte sie nicht verpassen.

So wehrt der Zentrale Wasser-Rettungs-Dienst Küste (ZWRD-K) nicht nur Gefahren ab.
Er gestaltet auch die Zukunft von dem Ehren-Amt.
Ein Ehren-Amt, in dem junge Menschen Verantwortung übernehmen.
Wo gemeinsamer Einsatz die Menschen verbindet.
So wird aus einem Sommer am Meer eine Erfahrung, die bleibt.