15.07.2026 | Bericht
Studierende lernen für den Bevölkerungs-Schutz
Menschen mit Pflege-Bedarf gehören zu den besonders verletzlichen Gruppen.
Wenn es eine Krise gibt, ist die Unterstützung besonders dringend:
Das gilt zum Beispiel für:
- Hoch-Wasser,
- Evakuierungen
- oder für andere Katastrophen.
Evakuierung bedeutet:
Menschen müssen ihre Wohnung verlassen, damit sie in Sicherheit kommen.
Jede zusätzliche helfende Hand zählt dann.
Das zeigen Einsätze immer wieder.
Die Fach-Hochschule Münster hat dafür ein Projekt entwickelt:
Es heißt:
Studentische Pflege-Unterstützungs-Kräfte im Bevölkerungs-Schutz.
Das kurze Wort dafür lautet: Studi-PUK.
Die Studierenden lernen, wie sie Pflege-Kräfte im Einsatz unterstützen können.
Das Projekt bekam 2025 einen Preis.
Der Preis heißt:
Förderpreis Helfende Hand.
Der Preis hatte das Thema:
Unterstützung für das Ehren-Amt.

Gemeinsame Großübung: Studierende und Verantwortliche des Projekts Studi-PUK von der FH Münster. | © FH Münster, Michelle Liedtke
Das Projekt schließt eine Lücke
Der Preis ist ein Förder-Preis.
Das Bundes-Innen-Ministerium verleiht den Preis.
Der Preis ist die wichtigste Auszeichnung für das Ehren-Amt im Bevölkerungs-Schutz.
Der Preis ist für Projekte, die Neues ausprobieren.
Studi-PUK hat gewonnen, weil die Idee klar war.
Studi-PUK bringt Bedarf, Ausbildung und Studierende zusammen.
Die Studierenden übernehmen Pflege-Aufgaben und entlasten die Fach-Kräfte.
Die Pflege-Aufgaben sind besonders.
Genau hier setzt das Projekt an:
Die Studierenden lernen, wie sie die besonderen Aufgaben erfüllen können.
So gibt es mehr Helfer und Helferinnen für Krisen und Not-Situationen.
So ist die Idee von Studi PUK entstanden:
Die Fach-Hochschule Münster hat mit dem DRK in Westfalen-Lippe zusammengearbeitet.
DRK ist das kurze Wort für:
Deutsches Rotes Kreuz.
In der Fach-Hochschule Münster arbeitet Christopher Niehues.
Christofer Niehues ist Professor und Doktor.
Er leitet das Projekt Studi PUK und sagt:
Wir haben von dem DRK-Förder-Programm gehört.
Dann entstand schnell die Idee für ein gemeinsames Projekt.
Die Menschen wollen helfen.
Schon seit der Corona-Pandemie ist das so.
Christopher Niehues sagt:
Viele Studierende möchten sich ehren-amtlich und sozial einsetzen.
Aber sie haben oft nichts mit Pflege-Einrichtungen zu tun.
Studi-PUK macht das möglich.
Das Projekt bereitet die Studierenden gut vor.
Ausbildung im Fach und in Erfahrung
Die Ausbildung ist kompakt.
Und sie ist ausgerichtet an der Praxis.
Praxis heißt:
Das, was man tut.
Die Studierenden gehen 30 mal in den Unterricht.
Sie lernen dabei, wie man Pflege-Kräfte unterstützt.
Danach haben sie die grundlegenden Fähigkeiten.
Melanie Plath macht bei dem Projekt an der Fach-Hochschule Münster auch mit.
Sie sagt:
Die Studierenden lernen alle wichtigen Inhalte.
Dann können sie die Berufs-Pflege-Kräfte sicher unterstützen.
Melanie Plath sagt auch, was die Studierenden lernen:
- Sie lernen, wie man Patienten und Patientinnen bewegt.
- Sie lernen, wie man Patienten und Patientinnen begleitet.
- Sie lernen, wie man Patienten und Patientinnen richtig anspricht.
- Sie lernen, wie man Patienten und Patientinnen hilft, wenn sie essen und trinken.
- Sie lernen, wie man Aufgaben bei der Grund-Pflege macht.
Besonders wichtig sind praktische Übungen.
Zum Beispiel Rollen-Spiele.
Und die Studierenden lernen durch Selbst-Erfahrungen.
Sie bekommen dadurch Sicherheit – auch in ungewohnten Situationen.
Das ist eine gute Vorbereitung.
Später gibt es vielleicht einen Ernst-Fall.
Dann müssen sich die Studierenden schnell in die Einsatz-Strukturen einfügen können.
Denn im Einsatz müssen alle gut zusammenarbeiten.
Und Einsätze können stressig sein.
Das Lernen ist deshalb nahe an der Praxis.
Das sagen viele, die mitmachen.
Zum Beispiel sagt Studentin Marieke:
Die Absprache mit anderen Kollegen und Kolleginnen vor Ort ist unverzichtbar.
Und das sagt Studentin Josefine:
Ich weiß jetzt besser:
Welche Aufgaben kann ich übernehmen?
Und wo liegen meine Grenzen?
Josefine sagt auch:
Sie kann jetzt sicherer mit Stress-Situationen umgehen.
Die Welt mit anderen Augen sehen.
Das lernen die Studierenden auch.
Studentin Lara sagt:
Wir haben die Übungen gemacht.
Dann konnten wir uns in die Lage von hilfs-bedürftigen Menschen hineinversetzen.
Das war besonders wert-voll.
So eine Erfahrung ist stärker als das Fach-Wissen alleine.
Denn die Studierenden verstehen dann die Situation, in der die Menschen sind.

Studierende des Projekts bereiten sich in praktischen Lehreinheiten auf unterstützende Aufgaben vor. | © FH Münster, Michelle Liedtke
Die Dinge anders sehen durch praktische Erfahrung
Viele Studierende sehen dann auch den Bevölkerungs-Schutz anders.
Erst konnten sie sich nichts darunter vorstellen.
Dann bekommt die Aufgabe einen Sinn.
Marieke sagt:
Das Ehren-Amt ist besonders wichtig.
Das Projekt hat mir das bewusst gemacht.
Ehren-Amt bedeutet nicht nur große Einsätze.
In den Betreuungs- und Pflege-Einrichtungen ist jeden Tag viel Unterstützung nötig.
Josefine sagt:
Ich habe gesehen:
Auch kleine Aufgaben können eine große Wirkung haben.
Studi-PUK hat deshalb ein Format,
das sich gut mit dem Alltag von Studierenden verträgt.
Und Christopher Niehues sagt:
Wenn Krisen groß sind oder lange dauern,
dann können Studierende gut unterstützen.
Sie können oft einfach ein bis zwei Wochen Pause machen vom Studium.
Arbeitende Menschen können das nicht.
Daher wollten wir für die Studierenden ein Extra-Angebot schaffen.
Die Ausbildung zur Pflege-Unterstützungs-Kraft (PUK) ist genau für sie.
Christopher Niehues sagt auch:
So geht es mit dem Projekt weiter:
Wir wollen eine PUK-Hochschulgruppe aufbauen.
Sie kann gemeinsam mit dem DRK an Einsätzen beim Katastrophen-Schutz teilnehmen.
Auch wenn die Einsätze länger dauern.
Studi-PUK für den Bevölkerungs-Schutz in Deutschland
Das Projekt hat den Förder-Preis Helfende Hand bekommen.
Dadurch bekommt es mehr Aufmerksamkeit.
Melanie Plath sagt:
Die Auszeichnung ist eine große Ehre und macht uns stärker.
Jetzt bauen wir Studi-PUK weiter aus.
Und wir bieten die Ausbildung auch zukünftig an.
Einrichtungen und Entscheider gucken jetzt auf das Projekt.
Nun bekommen wir etwas Geld für das Projekt.
Und wir bekommen Dinge, die wir brauchen.
Wir hoffen, wir können das Projekt dauerhaft bis in die ferne Zukunft durchführen.
Menschen mit Pflege-Bedarf haben in Krisen besondere Bedürfnisse.
Und Studi-PUK hilft im Ernstfall mit einer besseren Versorgung.
Der Preis zeigt das Projekt.
Er zeigt aber auch, den Bedarf – also das, was diese Menschen in der Krise brauchen.
Vielleicht kann das Projekt auch in anderen Städten laufen.
Christopher Niehues sagt:
Man kann unser Model auf andere Hochschulen übertragen.
Am besten auf Hochschulen mit diesen Fach-Richtungen:
- Sozialwesen
- Pädagogik
- Oeco-Trophologie.
Pädagogik bedeutet:
Die Wissenschaft von der Erziehung.
Oeco-Trohpologie bedeutet:
Die Wissenschaft von Ernährung und Haushalt.
Christopher Niehues sagt weiter:
Die Wissenschaften sind so ähnlich wie Gesundheit und Pflege.
Man benötigt auch eine Hilfs-Organisation, mit der man zusammenarbeiten kann.
Und vielleicht können sich die Studierenden die PUK-Ausbildung anrechnen lassen.
Das geht zum Beispiel mit Creditpoints.
Creditpoints ist ein englisches Wort.
Creditpoints sind so etwas wie Bonus-Stempel.
Vielleicht kann das Projekt lange weiterlaufen.
Der Preis hat das möglich gemacht.
Viele Hochschulen könnten mitmachen.
Mehr fähige Helfer und Helferinnen könnten sich so für den Bevölkerungs-Schutz einsetzen.
Dank Studi-PUK macht eine neue Ziel-Gruppe dauerhaft beim Bevölkerungs-Schutz mit.
Studi-PUK funktioniert zuerst für die Menschen in Münster.
Und bald vielleicht für die Menschen in ganz Deutschland.
Ein Modell, das verbindet
Das Projekt Studi-PUK zeigt:
Man kann Studieren, Praxis und Einsatz im Ehren-Amt miteinander verbinden.
Hochschule und Bevölkerungs-Schutz kommen zusammen.
Und theoretisches Wissen und praktische Erfahrung kommen zusammen.
Studierende lernen, wie sie im Einsatz konkret helfen können.
Die Aufgaben im Bevölkerungs-Schutz wachsen.
Deshalb sind Projekte wie Studi-PUK wichtig.
Sie ergänzen die Strukturen, die schon da sind.
Sie sprechen neue Ziel-Gruppen an.
Und sie stärken den Bevölkerungs-Schutz, wo er besonders gebraucht wird.
Zum Beispiel bei den Menschen, die in Krisen Hilfe brauchen.
Studi-PUK zeigt:
Neue Ideen stärken den Bevölkerungs-Schutz.
Das passiert durch:
- Ausbildung
- Praxisnähe
- und Einsatz.
So entsteht eine neue Generation von Helfern und Helferinnen.
Ehren-Amt muss man weiterdenken.
Das ist wichtig.
Der Förder-Preis Helfende Hand hilft dabei.
Der Preis hilft, dass viele Menschen von dem Projekt erfahren.